05 Okt. Was macht eine KI Agentur? Einblicke aus unserem Agenturalltag
Was macht eine KI Agentur eigentlich? Meine Sicht aus dem Agenturalltag
Ich arbeite seit vielen Jahren mit Websites, Webdesign und Programmierung. In dieser Zeit sind immer wieder neue Technologien gekommen, die kurzfristig als große Revolution verkauft wurden. Bei künstlicher Intelligenz empfinde ich die Situation anders. KI verändert nicht nur, wie Websites erstellt werden. Sie verändert zunehmend auch, wie Menschen Informationen suchen, wie Unternehmen Inhalte bereitstellen und wie Besucher mit einer Website interagieren. Genau deshalb beschäftigt mich die Frage: Was macht eine KI Agentur heute eigentlich – und was sollte sie meiner Meinung nach wirklich leisten können?
Warum ich mit dem Begriff KI Agentur zunächst vorsichtig war
Als die ersten Agenturen begannen, sich als KI Agentur zu positionieren, war ich ehrlich gesagt etwas zurückhaltend. Nur weil jemand ChatGPT benutzt, wird daraus für mich noch keine neue Agenturdisziplin. Texte mit KI erstellen, Bilder generieren oder einen Prompt formulieren kann inzwischen fast jeder ausprobieren.
Interessant wird es für mich erst dann, wenn KI tatsächlich in bestehende digitale Prozesse integriert wird. Dazu gehören beispielsweise eine Website, die Besucherfragen versteht, ein KI-Assistent, der vorhandene Inhalte nutzt, eine mit KI entworfene Website, die technisch sauber umgesetzt werden muss, automatisierte Abläufe zwischen Website und anderen Systemen oder Inhalte, die auch für KI-Suchsysteme verständlich strukturiert werden.
Dann sprechen wir für mich nicht mehr nur über ein Werkzeug, sondern darüber, wie Unternehmen KI sinnvoll in ihre digitale Infrastruktur integrieren.
Aus meiner Sicht
Eine KI Agentur sollte nicht hauptsächlich erklären, wie beeindruckend künstliche Intelligenz ist. Sie sollte herausfinden, an welcher Stelle KI für ein Unternehmen tatsächlich einen praktischen Nutzen hat – und diesen anschließend technisch sauber umsetzen können.
Was macht eine KI Agentur aus meiner Sicht?
Für mich besteht die Arbeit einer KI Agentur heute aus mehreren Bereichen, die stark voneinander abhängen. Dabei geht es nicht nur um Beratung, sondern auch um Umsetzung, Integration und die Frage, ob eine Lösung im Alltag wirklich funktioniert.
Zu den typischen Aufgaben gehören aus meiner Sicht:
- bestehende Prozesse verstehen,
- sinnvolle Einsatzmöglichkeiten für KI identifizieren,
- geeignete Modelle und Schnittstellen auswählen,
- KI in Websites und bestehende Systeme integrieren,
- Wissensquellen strukturieren,
- Automatisierungen entwickeln,
- Datenschutz und technische Grenzen berücksichtigen,
- Ergebnisse testen und kontrollieren,
- bestehende Lösungen langfristig weiterentwickeln.
Ein Punkt ist für mich dabei besonders wichtig:
Eine gute KI-Lösung beginnt nicht mit der Frage „Welche KI können wir einsetzen?“, sondern mit der Frage „Welches Problem möchten wir eigentlich lösen?“
Das klingt banal, verhindert aber erstaunlich viele unnötige Projekte.
Warum Website und KI für mich zusammengehören
Mein Hintergrund ist Webdesign und Programmierung. Deshalb schaue ich auf künstliche Intelligenz automatisch aus der Perspektive einer Website. Und genau dort sehe ich derzeit enormes Potenzial.
Websites sind traditionell relativ statisch aufgebaut. Ein Unternehmen veröffentlicht Inhalte, und der Besucher muss selbst herausfinden, wo die passende Information steht. Er navigiert durch Leistungsseiten, Preisübersichten, FAQ-Bereiche, Blogartikel und Kontaktseiten.
Mit KI kann sich dieses Prinzip verändern. Ein Besucher kann seine Frage direkt stellen, zum Beispiel:
- „Welche Leistung passt zu meinem Projekt?“
- „Was würde eine neue Website ungefähr kosten?“
- „Kann meine bestehende WordPress-Seite weiterverwendet werden?“
- „Könnt ihr meinen KI-Entwurf übernehmen?“
- „Welche Lösung wäre für unser Unternehmen sinnvoll?“
Die Website wird dadurch nicht ersetzt. Ihre Inhalte werden vielmehr auf eine neue Weise zugänglich. Genau aus diesem Gedanken ist bei uns auch der Bereich KI Agentur Berlin entstanden.
Was KI im Webdesign tatsächlich verändert
Beim Webdesign sehe ich momentan zwei Entwicklungen gleichzeitig: KI kann heute sehr schnell Layouts, Landingpages, HTML, CSS, JavaScript, React-Komponenten, Bilder und erste Textentwürfe erzeugen. Das ist beeindruckend und verändert den Einstieg in viele Projekte.
Trotzdem ist ein generierter Entwurf aus meiner Sicht noch keine fertige Unternehmenswebsite. In unserem Agenturalltag fehlen bei solchen Projekten häufig noch wichtige Punkte:
- saubere mobile Darstellung,
- wartbare Technik,
- CMS-Integration,
- funktionierende Formulare,
- SEO-Struktur,
- Datenschutz,
- Performance-Optimierung,
- eine langfristig pflegbare Seitenstruktur.
Deshalb sehe ich KI im Webdesign nicht als Ersatz für Webentwicklung, sondern eher als Verschiebung des Ausgangspunktes. Früher kam ein Kunde vielleicht mit einer Skizze oder einer Referenzwebsite. Heute bringt er teilweise schon einen kompletten KI-Entwurf mit.
Aus „Gestaltet mir eine Website“ wird zunehmend: „Ich habe mit KI bereits etwas gebaut. Könnt ihr daraus eine richtige Website machen?“
Genau für solche Projekte bieten wir beispielsweise die Umsetzung einer KI-Website in WordPress an.
Aus dem Agenturalltag
Was mich an dieser Entwicklung besonders interessiert: Kunden können ihre Vorstellungen inzwischen viel konkreter zeigen. Statt lange zu erklären, wie eine Website ungefähr aussehen soll, bringen sie teilweise schon einen funktionierenden Entwurf mit. Dadurch beginnt unsere Arbeit an einer völlig anderen Stelle als noch vor wenigen Jahren.
KI-Assistenten verändern die klassische Website
Ein zweiter Bereich beschäftigt mich momentan besonders: KI-Assistenten direkt auf Unternehmenswebsites. Ich meine damit nicht den klassischen Chatbot, der fünf vorgefertigte Fragen anbietet, sondern einen Assistenten, der vorhandene Inhalte wirklich versteht und in einen Dialog übersetzt.
Ein solcher KI-Assistent kann beispielsweise:
- Website-Inhalte kennen,
- freie Fragen verstehen,
- relevante Unterseiten finden,
- Informationen aus mehreren Seiten miteinander kombinieren,
- passende Leistungen empfehlen,
- gezielte Rückfragen stellen,
- und bei Bedarf aus dem Gespräch eine konkrete Anfrage vorbereiten.
Für mich verändert das einen sehr grundlegenden Punkt der klassischen Website. Bisher lautete das Prinzip meistens:
„Hier sind unsere Informationen. Bitte suchen Sie die passende Seite.“
Ein KI-Assistent kann daraus machen:
„Was möchten Sie wissen?“
Das halte ich für eine wesentlich größere Veränderung als nur ein zusätzliches Chatfenster. Die Website bleibt weiterhin die Informationsbasis, aber der Zugang zu diesen Informationen wird direkter.
Auf unserer Website haben wir deshalb selbst einen KI-Chatbot und KI-Assistenten für Websites entwickelt und direkt in der Praxis getestet.
KI muss nicht immer eine neue Website bedeuten
Beim Begriff KI Website denken viele zunächst an eine komplett neu generierte Website. Das ist aus meiner Sicht nur ein Teil des Themas.
Oft ist es viel interessanter, eine bestehende Website gezielt mit KI zu erweitern, zum Beispiel durch:
- einen KI-Assistenten,
- eine intelligentere Suche über vorhandene Inhalte,
- Vorqualifizierung von Kundenanfragen,
- Anbindung von Formularen an interne Prozesse,
- neue KI-Funktionen in WordPress,
- Optimierung bestehender Inhalte für KI-Suchsysteme.
Gerade Unternehmen mit einer bereits gut funktionierenden Website müssen deshalb nicht alles neu bauen. Manchmal ist eine gezielte Erweiterung die sinnvollere Lösung.
Warum WordPress beim Thema KI weiterhin interessant ist
Manchmal entsteht der Eindruck, KI-Websites würden klassische Content-Management-Systeme wie WordPress automatisch überflüssig machen. Das sehe ich anders.
Für Unternehmenswebsites bleibt WordPress für mich interessant, weil Inhalte langfristig gepflegt werden müssen. Unternehmen möchten Texte verändern, neue Leistungsseiten anlegen, Bilder austauschen, Blogartikel veröffentlichen, SEO-Daten bearbeiten oder Formulare verwalten.
Ein beeindruckender KI-Entwurf hilft wenig, wenn anschließend jede Textänderung direkt im Quellcode vorgenommen werden muss. Deshalb verbinden wir bei entsprechenden Projekten KI-generierte Entwürfe mit einer klassischen, pflegbaren WordPress-Struktur.
Wenn eine bestehende KI-Website bereits weit entwickelt ist, aber technisch noch Probleme besitzt, kann auch das Fertigstellen einer KI-Website sinnvoller sein als ein kompletter Neuaufbau.
KI-Agenten: Der nächste Schritt nach dem klassischen Chatbot
Das Thema KI-Agenten finde ich aktuell besonders spannend. Ein klassischer KI-Chat beantwortet zunächst Fragen. Ein KI-Agent kann einen Schritt weitergehen und Aufgaben übernehmen oder Prozesse anstoßen.
Denkbare Einsatzbereiche sind zum Beispiel:
- Informationen aus mehreren Systemen abrufen,
- Daten strukturieren,
- Anfragen kategorisieren,
- ein CRM vorbereiten,
- Termine oder andere Prozesse anstoßen,
- Informationen zwischen Anwendungen übertragen.
Ich glaube deshalb, dass wir in den kommenden Jahren immer häufiger Websites sehen werden, bei denen KI nicht nur Inhalte beantwortet, sondern Teil eines dahinterliegenden Geschäftsprozesses wird.
Die Website ist dann nicht nur Informationsfläche, sondern eine Schnittstelle zwischen Besucher, KI und Unternehmenssystemen. Genau dort sehe ich einen Bereich, in dem sich eine KI Agentur von einer reinen Content- oder Marketingagentur unterscheiden sollte.
Warum SEO und KI-Suche inzwischen zusammen gedacht werden sollten
Auch bei Suchmaschinen verändert KI gerade einiges. Viele Unternehmen beschäftigen sich verständlicherweise weiterhin mit Google-Rankings. Das bleibt wichtig.
Gleichzeitig stellen Nutzer ihre Fragen zunehmend direkt an KI-Systeme. Dadurch entsteht zusätzlich die Frage:
Kann ein KI-System die Inhalte eines Unternehmens überhaupt verstehen und sinnvoll einordnen?
Für mich gehören deshalb klassische Suchmaschinenoptimierung und die Optimierung für KI-basierte Antwortsysteme zunehmend zusammen.
Dabei geht es unter anderem um:
- eindeutige Inhalte,
- klar beschriebene Leistungen,
- nachvollziehbare Unternehmensinformationen,
- gute semantische Struktur,
- konkrete Antworten auf Nutzerfragen,
- fachliche Tiefe,
- Vertrauenssignale und nachvollziehbare Erfahrung.
Genau deshalb haben wir neben klassischer Suchmaschinenoptimierung inzwischen auch das Thema GEO und Optimierung für KI-Suche aufgenommen.
Was ich unter guter KI-Beratung verstehe
Bei KI-Beratung würde ich persönlich immer zuerst nach dem tatsächlichen Nutzen fragen. Nicht jedes Unternehmen benötigt einen eigenen KI-Agenten, nicht jede Website braucht einen Chatbot und nicht jeder Prozess sollte automatisiert werden.
Ich würde mir zuerst ansehen:
- Welche Aufgaben wiederholen sich?
- Welche Fragen stellen Kunden regelmäßig?
- Wo liegen Informationen bereits digital vor?
- Welche Prozesse verursachen unnötig manuelle Arbeit?
- Welche Informationen dürfen automatisiert verarbeitet werden?
- Wo ist menschliche Entscheidung weiterhin wichtig?
Erst danach würde ich über konkrete Technik sprechen.
Die Technologie sollte dem Problem folgen. Nicht umgekehrt.
Warum ich nicht jedes Problem mit KI lösen würde
KI ist momentan ein Begriff, mit dem sich fast alles versehen lässt. Ich halte es deshalb für wichtig, auch Grenzen zu benennen.
Manchmal ist eine klassische Lösung besser:
- Ein einfaches Formular braucht nicht automatisch künstliche Intelligenz.
- Eine klar strukturierte FAQ-Seite kann sinnvoller sein als ein Chatbot.
- Eine kleine Automatisierung lässt sich vielleicht zuverlässiger mit festen Regeln lösen.
- Bei bestimmten Fragen ist ein persönliches Gespräch weiterhin die beste Lösung.
Ich sehe die Aufgabe einer KI Agentur deshalb auch darin, sagen zu können:
„Hier brauchen wir keine KI.“
Aus meiner Sicht ist das keine Schwäche, sondern Teil einer vernünftigen technischen Beratung.
Aus meiner Praxis
Ich finde KI besonders interessant, wenn sie Komplexität reduziert. Wenn wir nach der Integration plötzlich mehr Systeme, mehr manuelle Kontrolle und mehr Fehlerquellen haben als vorher, war die Lösung vermutlich nicht besonders gut. Gute Technik sollte Arbeit vereinfachen.
Für welche Unternehmen KI besonders interessant wird
Besonders viel Potenzial sehe ich momentan bei Unternehmen, die viele Informationen besitzen oder regelmäßig ähnliche Kundenfragen bearbeiten.
Typische Einsatzfelder sind:
- Dienstleistungsunternehmen,
- Agenturen,
- Beratungsunternehmen,
- B2B-Unternehmen,
- Onlineshops,
- Handwerks- und Serviceunternehmen,
- Unternehmen mit umfangreichen Websites,
- Unternehmen mit erklärungsbedürftigen Leistungen.
Ein KI-gestützter Onlineshop kann beispielsweise Produkte stärker über konkrete Kundenfragen zugänglich machen. Bei einer Dienstleistungswebsite kann ein KI-Assistent dagegen helfen, die passende Leistung zu finden oder eine Anfrage zu strukturieren.
Der technische Ansatz kann ähnlich sein. Der tatsächliche Nutzen ist völlig unterschiedlich.
Was KI Agentur bei dailyseven bedeutet
Für mich ist dailyseven nicht plötzlich von einer Webagentur zu etwas völlig anderem geworden. Ich sehe KI vielmehr als Erweiterung dessen, was wir ohnehin seit vielen Jahren machen:
- Websites planen,
- Webdesign entwickeln,
- WordPress umsetzen,
- individuelle Funktionen programmieren,
- Websites weiterentwickeln,
- SEO berücksichtigen,
- digitale Probleme lösen.
Neu sind die Möglichkeiten, die heute dazukommen. Eine Website kann Fragen beantworten. Ein KI-Entwurf kann zum Ausgangspunkt eines echten Webprojekts werden. Inhalte können für klassische Suchmaschinen und KI-Antwortsysteme strukturiert werden. Aus einem einfachen Kontaktprozess kann schrittweise ein intelligenter Dialog entstehen.
Genau an dieser Schnittstelle sehe ich aktuell unsere Rolle als KI Agentur in Berlin: Webdesign, Programmierung und künstliche Intelligenz dort miteinander verbinden, wo daraus für eine Website oder ein Unternehmen tatsächlich etwas Nützliches entsteht.